Spielbericht SC Willingen 06.05.18 – rsv-petersberg.de

Spielbericht SC Willingen 06.05.18

 

Beim 3:2 gegen Petersberg nach 3:0-Führung das Fußballspielen eingestellt

Kabinengang wieder Gift für SC Willingen

 

Im Gegensatz zum 2:2 gegen Eschwege reichte es dieses Mal zum „Dreier“, weil die Gäste zum einen immer wieder zeigten, warum sie auswegloser Drittletzter sind und zudem mit ihren wenigen großen Möglichkeiten fahrlässig umgingen.

Florian Heines Torriecher

Zwei Minuten später bewies Florian Heine seinen Torriecher: Fast an der Mittellinie ahnte er, dass sich Torwart Timo Goldbach und Innenverteidiger Andreas Brzoza nach einem Rückpass getreu dem Motto „nimm du ihn, ich will ihn nicht“ nicht einig wurden; der lachende Dritte holte sich den Ball und schob ihn ins leere Tor. Die Antwort hätte beinahe nicht lange auf sich warten lassen, aber Wilke parierte, als der robuste Stenger gegen Christian Pohlmann seinen Schnelligkeitsvorteil ausspielte (20.). Dafür leitete der Willinger Innenverteidiger mit einem gut getimten Pass auf Vogel das 2:0 ein. Über Heine kam der Ball zu Michel, der im zweiten Versuch Goldbach überwand (24.).

„Das zweite geschenkte Tore“, ärgerte sich RSV-Trainer Jürgen Krawczyk, „wir waren schläfrig und nicht aggressiv genug“. Nicht zu verteidigen war dagegen das 3:0, als Vogel einen Freistoß vom Strafraumeck mit links ins lange Eck hämmerte. Als alle schon mit den Gedanken in der Kabine waren, da meldeten sich die Petersberger zurück. Adrian von Pazatka-Lipinski nahm einen Pass in die Schnittstelle der Viererkette auf und konnte von Wilke nur per Foul gebremst werden. Dunkelgelb gegen den SCW-Keeper und Strafstoß, den Kubilay Kücükler zum 3:1 verwandelte (45.).

Wilke verhindert Anschlusstreffer

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurden die Gäste aggressiver und einsatzfreudiger, aber nicht wirklich besser. Sie bekamen trotzdem Oberwasser, weil die Upländer das Fußballspielen schlichtweg einstellten. „Leute, werdet wach, das gibt es doch gar nicht“, schimpfte Trainer Hubertus Albers, als es wieder einmal am und im eigenen Strafraum vogelwild zuging. Die SCW-Kicker blieben aber letztlich im siebten Spiel in Rattlar ungeschlagen, weil Wilke das Privatduell gegen Stenger, dem besten Petersberger, zweimal aus kürzester Distanz für sich entschied (54./55.). „Nicht einpennen hier“, schrie Heine seine verteidigenden Mitstreiter an. Der Torwart machte sich auch ganz groß, als Kücükler frei vor ihm im Fünfmeterraum auftauchte (65.).

Offensiv fanden die Rot-Weißen lange Zeit überhaupt nicht mehr statt, auch weil im Mittelfeld der erneut um Selbstvertrauen ringende Max Ullbrich oder Keindl und Vogel kaum Bälle festmachen konnten. So blieb es beim Freistoß von Vogel, den dieses Mal Goldbach sensationell aus dem Winkel fischte (77.). Heine ließ zwar die Entscheidung frei vor dem RSV-Torhüter aus (84.), aber das war letztlich egal, weil der Anschlusstreffer von Julian Elm zu spät fiel (90.).

„Ich bin zufrieden mit der zweiten Hälfte“, meinte Krawczyk, „da war wirklich mehr drin“. Gegenüber Albers rätselte ob des erneuten Leistungsabfalls nach der Pause, schob ihn auf den zuvor kräftezehrenden Abstiegskampf. Für das letzte Heimspiel in zwei Wochen gegen Sand hatte er gleichwohl einen Vorschlag parat. „Wir kommen einfach schlecht aus der Kabine“, schmunzelte der Coach, „vielleicht sollten wir die Pausenbesprechung draußen machen“.

Bericht: www.wlz-online.de

https://www.wlz-online.de/sport/lokaler-fussball/willingen-32-sieger-verbandsliga-nord-gegen-petersberg-9844036.html

 

 

 

 

 

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